Strafverteidigung

Werden Tatbestände des Strafgesetzbuches oder anderer Strafgesetze verletzt (zum Beispiel: Unfallflucht, Straßenverkehrsgefährdung durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Verhalten, Trunkenheit im Straßenverkehr, Diebstahl, Körperverletzung, Beleidigung), wird ein Strafverfahren eingeleitet. Hier drohen Geld- oder Freiheitsstrafen. Bei einer Verurteilung erfolgt in der Regel einen Eintrag im Bundeszentralregister. Im so genannten Ermittlungsverfahren übernimmt die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen. Bietet sich kein genügender Anlass zur Anklagerhebung, wird das Verfahren gemäß § 170 II StPO eingestellt. Die Staatsanwaltschaft kann auch wegen Geringfügigkeit das Verfahren einstellen, wenn keine allzu schwere Schuld des Täters und kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht (§ 153 StPO). In derartigen Fällen kann die Einstellung des Strafverfahrens nach § 153 a StPO abhängig gemacht werden von der Wiedergutmachung des durch die Tat verursachten Schadens durch den Beschuldigten, von der Zahlung einer Geldsumme oder anderweitiger Verauflagungen.

Erfolgt eine Einstellung des Verfahrens nicht, so wird Anklage erhoben oder der Erlass eines Strafbefehles vor dem zuständigen Gericht beantragt.

Im gerichtlichen Verfahren folgt sodann ein Hauptverhandlungstermin. Nach Durchführung der Hauptverhandlung ergeht in der Regel ein Strafurteil. Aber auch im gerichtlichen Verfahren ist eine Verfahrenseinstellung noch möglich. Gegen ein Starfurteil sind Rechtsmittel möglich.

In jedem Falle ist es ratsam, sich im Strafverfahren durch einen Fachanwalt verteidigen zu lassen.